Lexikon der Inhaltsstoffe

ÖLE

Aprikosenkernöl

Es wird durch den Kaltpressvorgang von Aprikosenkernen der Rosacea-Familie (rosaceae) gewonnen. Es ist hauptsächlich in den USA, China und Türkei produziert. Aprikosenkernöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren: Öleinsäure (50-70%) und Linolsäure (25-35%). Außerdem hat es einen hohen Gehalt an Vitaminen A und E. Aprikosenöl ist ein hervorragendes kosmetisches Öl für die Pflege aller Hauttypen. Auf empfindlicher, trockener Haut verwendet – intensiv befeuchtet und elastifiziert. Es hinterlässt keinen öligen Film, und ist daher nicht zu belastend für seborrhoische Haut. Andererseits, regelmäßig angewendet auf reifer und alternder Haut, reduziert die Sichtbarkeit von Falten und begrenzt das Auftreten von neuen.

Süßmandelöl

Süßmandelöl wird durch die Kaltpressung der süßen Art des Mandelbaums gewonnen (Prunus amygdalus dulcis). Das Öl hat eine helle Bernsteinfarbe und einen zarten, spezifischen Dugt. Süßmandelöl ist das hervorragende Massagepräparat, da es sich durch einen hohen Verteilungskoeffizient auszeichnet und sich dadurch hervorragend auf der Haut verteilen lässt, leicht einzieht und kein Gefühl von Schwere oder Klebrigkeit hinterlässt. Dieses Öl ist auch als Emolliens sehr gut, vor allem im Hinblick auf die hohe Fähigkeit des Eindringens in die Hornschicht der Haut. Tief in die Haut eindringend verbessert es ihre Durchblutung was wiederum zu Straffheit und Nivellierung von Cellulitis führt. Es ist auch ein sanftes Sonnenschutzmittel mit einem Schutzfaktor von etwa 4,6. Es stellt eine reiche Quelle von natürlichem Vitamin E dar, weshalb es ein hervorragendes Antioxidans ist. Dieses Öl enthält vor allem Glyceride von Olein- und Linolsäure, die unverseifbare Fraktion hingegen – Phytosterole und Lecithin. Diese Verbinden sind stark hygroskopisch. Das bedeutet, dass sie die Fähigkeit zum Ergreifung und Bindung von Wasserpartikeln in der Haut haben. Deshalb ist Süßmandelöl vor allem bei der Pflege trockener, schlaffer Haut mit ersten Anzeichen von Alterung empfehlenswert. Die feuchtigkeitspflegende Wirkung und die Vorbeugung der Alterung im Süßmandelöl wird durch den Vitaminkomplex aus der Gruppe B unterstützt (B1, B2, B6) sowie den hohen Gehalt an Oleo-Palmitin-Säure (die zur Omega-6-Reihe gehört), die sich durch außergewöhnliche feuchtigkeitsspenden Eigenschaften und die Fähigkeit zum Eindringen in tiefer gelegene Hautschichten auszeichnet.

Avocado-Öl

Avocado-Öl wird durch die Kaltpressung der Früchte der amerikanischen Avocado gewonnen. Es zeichnet sich durch eine außerordentliche Haltbarkeitsdauer aus, da es in einer dicht und dunkel verschlossenen Verpackung seine Eigenschaften sogar für 5 Jahre bewahren kann. Infolge der Aufbewahrung unter niedrigen Temperaturen können sich die schwereren Fraktionen davon aussondern. In diesem Fall sollte das Öl auf eine Temperatur von ca. 60 Grad C aufgewärmt und gemischt werden. Avocado-Öl ist ein nicht-trocknendes Öl. Im Hinblick auf den hohen Gehalt von ungesättigten Fettsäuren sowie das Vorkommen von Squalen zeichnet es sich durch eine hohe Bio-Konformität mit den Bausteinen der Haut aus. Es tritt tief in die Hautfläche ein, deshalb wird es gerne für die Massage verwendet. Behandlungen mithilfe dieses Rohstoffes verbessern die Straffheit der Haut, und bringen ihre Elastizität wieder. Manchmal wird es auch das Öl der sieben Vitamine genannt, da in seiner Zusammensetzung die Vitamine: A, B, D, E, H, K sowie PP in bedeutenden Mengen vorkommen. Darüber hinaus enthält es Lecithin (das den entsprechenden Grad an Feuchtigkeitspflege der Haut garantiert), die Säuren: Linol- und Arachidonsäure, Vitamin E (300-500mg / 100g Öl), sowie Phytosterole – sogar ca. 510mg/ 100g was sogar 40% der unverseifbaren Fraktion darstellt (die unverseifbare Fraktion enthält im Großteil aller Pflanzenöle bis zu etwa 2 % Phytosterole). Im Hinblick auf einen spezifischen Inhaltsstoff hingegen – Avocadine – weist es auch regenerative Eigenschaften auf. Deshalb wird es auch bei der Pflege vieler Hauttypen empfohlen, vor allem bei trockener, reifer, alternder und empfindlicher Haut, sowie bei der Pflege von zerstörtem, brüchigem und sprödem Haar.

Safloröl

Es wird beim Kaltpressung von Saflorsamen gewonnen. Interessanterweise wurden die Blüten dieser Pflanze in der Zeit des alten Ägypten als Aphrodisiakum verwendet. Heute ist es besonders für seine Eigenschaften in der Pflege von Akne und öligen Haut geschätzt, aufgrund seiner Trübungsfähigkeiten. Dieses Öl gehört zu den trocknenden Ölen – kurz nach dem Verteilen auf der Hautoberfläche verändert sich die ölige Form zu einer flexiblen Beschichtung, die Begrenzt das transepidermalen Wasserverlust (TEWL) ohne ein Gefühl der Klebrigkeit zu verlassen. Es dringt schnell in die Haut ein und hinterlässt sie weich und feucht. Es zeichnet sich durch hervorragende Schmier- und Erweichungseigenschaften aus. Von allen in diesem Öl vorhandenen Fettsäuren, sind Linolsäure (bis zu 60-80%) und Ölsäure (bis zu 25%) am häufigsten. Darüber hinaus, enthält es Phytosterole und Vitamine A und E, die an der Verzögerung von Alterungsprozessen beteiligt sind, sowie Vitamin F, die für die Behandlung von Akne und entzündlicher Haut unentbehrlich ist.

Macadamiaöl

Hergestellt durch die Kaltpressung von Samen von Dreiblatt-Macadamia Kernen (sog. Macadamia Nüssen). Macadamiaöl gehört zu der Gruppe von nichttrocknende Öle – deshalb verteilt es sich perfekt auf der Haut und es glatt und elastisch verlasst. Macadamiaöl ist die reichste pflanzliche Quelle von Palmitoleinsäure (bis zu 20%), die die Haut auf die gleiche Weise wie natürliches Sebum schützt, die Fähigkeit besitzt, in die Zellwandstruktur einzudringen, und den Prozess der Hautkeratose reguliert. Aus diesem Grund hat es eine Reihe von vorteilhaften Eigenschaften – u.a. es zeichnet sich durch fettende, glättende und regenerierende Wirkungen aus. Es wird für die Pflege von trockener und empfindlichen Haut, sowie für bröckelig und sprödes Haar empfohlen.

ÄTHERISCHE ÖLE

Ätherisches Teebaumöl

Ätherisches Teebaumöl stammt aus den Blättern und Ästen der Teebaumpflanze (Melaleuca eternifolia), vor allem in Australien, Neuseeland und Indonesien. Die wunderbaren Eigenschaften dieses Öls wurden von den Aborigines bei verschiedenen Therapien eingesetzt – die Blätter des Baums werden direkt zur Behandlung von Wunden und Geschwüren eingesetzt, und zur Beschleunigung der Heilung und Regeneration der Haut. Aus dem Teebaum wurden auch erfrischende Getränke zubereitet. Von den Aborigines lernten die Matrosen von Captain Cook die Zubereitung des Getränks, das sie Tee nannten. Der dominierende Bestandteil des Teebaumöls ist Terpinen-4-ol (verantwortlich für den charakteristischen Paprika- und erdigen Geruch mit Apfel-Zitrone-Note). Die restlichen Bestandteile sind Gamma-Terpinen, Alfa-Terpinen, 1,8-Cyanol, P-Cymen (Hauptbestandteil von Teebaumöl), Alfa-Terpinol, Terpinen, Alfa-Pinen, Limonen, P-Cymen. Gegenwärtig gilt Teebaumöl als wirksamstes natürliches antiseptisches Mittel. Seine Wirkung gegen Mikroorganismen, Pilz und Viren wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt. Teebaumöl wird häufig zu Heilprodukten für die Behandlung von Hautveränderungen in Verbindung mit Staphylokokken, Streptokokken, Dermatophyten und Hefepilzen integriert. Dieses Öl wird für die Behandlung von Nagelpilz und Fußpilz sowie zur Beseitigung von Akne-Veränderungen eingesetzt, da seine günstige Wirkung auf unterschiedliche Arten von Krusten, eitrigen Veränderungen und Geschwüren etc. beobachtet wurde. In der Aromatherapie wird Teebaumöl zur Behandlung von Akne, seborrhoischen Ekzemen, Schuppen, Pickel sowie als linderndes Mittel gegen Stiche von Insekten und Prellungen verwendet.

Ätherisches Lavendelöl

Lavendelöl wird aus der schmalblättrigen, sog. echten Lavendel gewonnen (Lavandula angustifolia Mill.). Die Lavendel stammt, trotz ihres jahrelangen Anbaus in Europa, Asien und den USA, eigentlich aus der Mittelmeerregion. Gegenwärtig wird Lavendelöl vor allem in Frankreich und Bulgarien hergestellt. Lavendel blüht im Zeitraum von Juni bis September. Die Blüten werden während des regenfreien Wetters gesammelt, nach dem Ablauf von ca. 1,5 Wochen ab dem Zeitpunkt der Blüte. Interessanterweise wird in manchen Ländern (u. a. Frankreich) das Öl direkt auf dem Feld gewonnen. Dazu werden natürlich spezielle, mobile Apparate verwendet. Das ist mit der schnellen Verflüchtigung von Lavendelöl während des Trocknens des pflanzlichen Rohstoffes verbunden, und somit mit der Reduzierung des Verfahrens der Destillation. Für den angenehmen Duft von Lavendelöl sind solche Verbindungen verantwortlich wie: Linalol, Linalil, Ocymen, Cyneol, Kampfer, Terpinen-4-Ol. Für den charakteristischen, blumigen Kräuter-Lavendel-Duft sind verantwortlich: Hexenol (frischer grüner Duft), Linalol, Lavendulol (und seine Derivate – blumige Note), aliphatische Ester (fruchtige Note) Santalen, Cariofilen und Derivate (süße Note), Jasmon und Methyl-Jasmonat (Jasminduft), Beta-Jonon (Veilchen) sowie Verbindung zur Festigung und Stärkung des Dufts: Methyl-Salicylat, Guajacol, Piridin-Derivate, Eugenol, Ester der Nikotinsäure. Der subtile Lavendelduft ist bei vielen Frauen beliebt. Deshalb ist Lavendelöl auch einer der beliebtesten Rohstoffe, die in der Produktion von Parfüms und Eau de Toilette verwendet werden. Es beseitigt die Muskelspannung und Schmerzen mit unterschiedlichen Ursachen. Angewandt auf der Haut wirkt es antibakteriell und gegen Akne, beschleunigt die Wundheilung.

Ätherisches Geranien-Öl

Geranien-Öl wird aus Pflanzen aus der Familie der Pelargonien gewonnen, u. a. der duftenden Pelargonie (Pelargonium graveolens Herit.). Geranien-Öl wird in einer Menge von ca. 200 Tonnen jährlich vor allem in China, Indien, Ägypten und in der Reunion hergestellt. Die duftende Pelargonie ist die Mutter vieler anderer angebauter Arten der Pelargonie. Die unterschiedlichen Formen dieser Pflanze entstanden infolge der Notwendigkeit der Anpassung an die verschiedenen Umweltbedingungen, die für die Anbauorte charakteristisch sind. Die Zusammensetzung des Öls unterscheidet sich wesentlich in Abhängigkeit von der Anbauregion. In allen Versionen sind jedoch die Hauptbestandteile: Cytronellol, Geraniol, Linalol, Izomenton, Cytronelil-Formiate, Geranyl-Formiate, Guaja-6,9-Dien. Die Verbindungen hingegen, die den größten Einfluss auf den Duft der Pelargonie trotz des geringen prozentuellen Anteils haben, sind Rosenoxid und 2-Phenyloethanol. Diese Bestandteile spielen auch eine wichtige Rolle in der Duftkomposition von Rosenöl. Geranienöl gehört zu vielen Heilmitteln, da es eine antiseptische, entzündungshemmende und Heilprozesse fördernde Eigenschaft aufweist. In der Kosmetik hingegen kann es zur Pflege von fettiger und übermäßig talgbildender Haut angewandt werden, da es zusammenziehende und tief reinigende Eigenschaften hat. Im Hinblick auf die antibakterielle Wirkung und die antiviralen Eigenschaften, kann es bei der Behandlung von Akne, Ekzemen, Herpes und Schuppen angewandt werden. In der Aromatherapie wird Geranienöl für die Linderung der Wechseljahre-Probleme angewandt, wie: Stimmungsschwankungen, plötzliche Hitzewallungen und Rötungen. Dieses Öl, angewandt zur Massage, verbessert die Durchblutung und hilft bei der Beseitigung von Cellulitis.

Ätherisches Niaouli Öl

Ätherisches Niaouli Öl wird aus Blättern und jungen Trieben der Sträucher der Pflanze Melaleuca quinquenervia gewonnen, die im tropischen Teil des Pazifiks und Australien vorkommt und eng mit dem Teebaum verwandt ist. Der Niaouli Strauch wird häufig mit anderen Arten von ähnlichem Aussehen verwechselt. Das aus ihm produzierte ätherische Öl gilt als ideales Mittel für die Unterstützung des Immunsystems sowie zur Bekämpfung von Allergien, da es keine bekannten Allergene enthält. Es ist auch ein sehr gutes Desinfektionsmittel, wirkt antibakteriell und pilztötend. Niaouli-Öl wirkt sehr effektiv, lindert Rheuma und Gicht. Es zeigt eine krampflösende Wirkung und hilft bei Muskelschmerzen und Gelenkproblemen, es reduziert Schwellungen und die Durchblutung der Schleimhäute. Es wirkt entzündungshemmend, desinfizierend, und effektiv gegen Akne. Es beschleunigt die Wundheilung, reduziert Narbenbildung und belebt den Blut- und Lymphkreislauf.

Ätherisches Pfefferminzöl

Pfefferminzöl wird durch die Destillation mit Wasserdampf aus dem Kraut der Pfefferminze (Menthae piperitae aetheroleum) und Feldminze (M. arvensis var. Piperascens Malin v.) gewonnen. Die wichtigsten Hersteller von diesem Öl sind die Vereinigten Staaten, Italien, Bulgarien, Frankreich, England sowie Russland. Pfefferminzöl wurde zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen unterzogen. Daraus wurden ca. 300 verschiedene chemische Inhaltsstoffe ausgesondert, von denen die wichtigsten Menthol, Menthon, Mnethyloctan, Menthofuran, Limonen, Isomenton, Isopulegol und Pulegon sind. Der in der höchsten Konzentration vorkommende Stoff, die sogar 60 % reicht, ist Menthol. Diese Verbindung ist es, die den charakteristischen, frischen und erfrischenden Pfefferminzgeruch hat und für die kühlenden Eigenschaften des ätherischen Öls verantwortlich ist. Die Zusammensetzung von Pfefferminzöl und somit der Mentholgehalt selbst, unterscheiden sich je nach Region, Anbaubedingungen sowie Erntedauer des Rohstoffes. Was interessant ist, ist das das meiste Menthol in der verblühten Pflanze enthalten ist, aber die Leistung der Destillation dieses Rohstoffes ist sehr niedrig, deshalb ist Pfefferminzöl dieser Art auch sehr teuer. Menthol selbst wird aus dem ätherischen Öl auf dem Wege der Kristallisierung ausgeschieden. Die heilenden Eigenschaften von Pfefferminzöl sind seit vielen Jahren bekannt. Nahezu jedes Kind hat wohl einmal Magentropfen mit charakteristischem Mentholgeruch eingenommen. Dieses Öl erleichtert die Verdauung, lindert Blähungen durch die Entkrampfung der glatten Darmmuskeln und hilft bei der Beseitigung von Entzündungszuständen der Gallenblase. Es ist auch Bestandteil von Erkältungsmedizin, die die Nase frei macht, Hustenmitteln und vielen anderen. In der Aromatherapie wird Pfefferminzöl gerne als Mittel mit beruhigender Wirkung eingesetzt, zur Beseitigung von Erschöpfung und Nervenspannung. Es wird zur Anwendung bei entspannenden und erholenden Bädern empfohlen.

Ätherisches Zypressenöl

Zypressenöl wird aus den Nadeln und Ästen der italienischen Zypresse gewonnen (Cupressus sempervirens L.) Die Verwendung des Zypressenbaums als Quelle vieler natürlicher, biologisch aktiver Substanzen war bereits in der Antike bekannt. Kompressen aus Zypressenästen wurden u. a. zur Desinfektion von Wunden verwendet. Heute erfreuen sich Zypressen einer großen Beliebtheit als Zierbaum. Sie wachsen u. a. in Frankreich, Italien, Sardinien, auf Kreta, in Zypern, Portugal, Spanien, Krim, Kaukasus, in Kleinasien und in Nordafrika. Das Öl selbst hingegen wird in Frankreich, Spanien, den Balkan- und nordafrikanischen Ländern hergestellt. Für die Eigenschaften des Öls sind die aus dem Öl ausgesonderten Verbindungen verantwortlich, wie Alpha-Pinene, Fenchon, Caren, Terpinen-4-ol, Alpha-Terpineol, Cedrol, P-Cymen. Zypressenöl hat einen günstigen Einfluss auf die korrekte Arbeit des nahezu gesamten Organismus. Es verbessert den Blutkreislauf und wirkt sich günstig auf den Wasser- und Fetthaushalt aus, daher wird es zum Baden und bei Eingriffen verwendet, die Cellulitis bekämpfen sollen. Bei der Aromatherapie werden Bäder mit dem Zusatz von Zypressenöl empfohlen, zwecks Senkung der Nervenspannung, Stressreduzierung, Entspannung des Körpers sowie Linderung der Stimmungsschwankungen in der Zeit der Wechseljahre. Bereits im 17. Jh. tröpfelte man dieses Öl auf Polster, um anhaltenden Husten zu reduzieren und die Abwehrkräfte zu stärken. Dieser Eingriff wird bis heute in vielen Häusern angewandt. Das Öl hat auch einen erlösenden Einfluss auf die Haut – es lindert Entzündungszustände, krankhafte Veränderungen, strafft die Haut und erfrischt diese, und begrenzt auch in deutlichem Maße übermäßiges Schwitzen.

Ätherisches Eukalyptusöl

Eukalyptusöl wird aus dem Baum oder Strauch der Familie der Eukalyptusgewächse gewonnen (Eucalypti aertheroleum), die aus Australien und Tasmanien stammt. Gegenwärtig wird Eukalyptusöl in China, Indien, Australien, Spanien, Portugal, Brasilien, Kolumbien und Paraguay angebaut. Im Öl wurden bisher mehr als 100 verschiedene Bestandteile identifiziert, u. a. 1,8-Cyneol (das bis zu 90 % des Öls ausmacht und für den charakteristischen Eukalyptusduft verantwortlich ist), Alpha-Pinene, Beta-Pinene, Limonen, P-Cymen, Gamma-Terpinen, Sabinen, Alpha-Phelandren. Eukalyptusöl wird in Flüssigkeiten zur Mundspülung als Erfrischungs- sowie antibakterielles Mittel angewandt. Im Hinblick auf seine antibakteriellen und pilztötenden Eigenschaften weist es eine mit der Aktivität von Teebaumöl vergleichbare Aktivität auf. Deshalb ist es auch Bestandteil vieler Heilmittel, u. a. zur Linderung von Entzündungszuständen, Grippe, zur Erleichterung der Atmung, bei Schmerzen mit Rheuma-Hintergrund. Eukalyptus-Öl wird bei Bädern zur Belebung der Durchblutung, Muskelschmerzen und auch bei Entzündungszuständen der Haut angewandt (Ekzeme, Akne, Geschwüre). Im Hinblick auf die antiseptischen Eigenschaften kann es zur Linderung der Reizungen nach dem Rasieren eingesetzt werden. Interessanterweise wird angenommen, dass Eukalyptusöl das Gedächtnis fördert, Energie verleiht und die Arbeit des Gehirns verbessert.

Ätherisches Öl aus Ingwer

Ätherisches Öl aus Ingwer wird aus den Wurzeln der Pflanze mit dem Namen Zingiber officinale gewonnen. Der deutliche und scharfe Geschmack von Ingwer kann dem Vorkommen von Gingerol zugeschrieben werden. Er wurde seit Jahrhunderten breit verbreitet als Gewürz eingesetzt, vor allem in Indien, wo er als Adra Hindi bekannt ist, sowie in China. Aktuell wird er auf der ganzen Welt eingesetzt. Die gesundheitlichen Vorteil von Ingwer folgen aus dem darin vorkommenden Gingerol. Ingweröl setzt sich zu 90 % aus Sesquiterpenen zusammen oraz w Chinach. Obecnie jednak jest powszechnie stosowany na całym świecie. Wiele korzyści zdrowotnych imbiru wynika z obecności Gingerolu. Olejek imbirowy jest w 90% złożony z seskwiterpenów, które są odpowiedzialne za właściwości przeciwzapalne, przeciwbakteryjne i inne cenne właściwości lecznicze. W medycynie tradycyjnej, ekstrakt imbirowy jest często stosowany w celu zmniejszenia i kontrolowania miejscowego stanu zapalnego. Obecnie uważa się, że jego właściwości przeciwzapalne wynikają przede wszystkim z obecności substancji zwanej Zingibaina. Jest to naturalny środek przeciwbólowy, który zmniejsza zapalenie stawów, a także zmniejsza objawy reumatyczne, bóle głowy i migreny. Olejek z imbiru może być z powodzeniem stosowany lokalnie, zwłaszcza w przypadku bólu mięśni, a także do usuwania napięcia mięśniowego. Stosowany lokalnie lub wziewnie ma działanie ocieplające i energetyzujące. Ponadto uważa się, że regularne stosowanie imbiru zmniejsza poziom prostaglandyny, co przyczynia się do poprawy komfortu fizycznego i psychicznego. Olejek imbirowy jest niezwykle przydatny do codziennej pielęgnacji włosów, ponieważ zwalcza łupież. Z tego powodu można go znaleźć w wielu kosmetykach organicznych i naturalnych, a zwłaszcza w szamponach, odżywkach i terapiach do włosów.

Ätherisches Kieferöl

Ätherisches Kieferöl wird aus dem allgemein als Gemeine Kiefer bekannten Baum gewonnen, dessen lateinischer Name Pinus Sylvestris lautet. Es wird allgemein angenommen, dass dieser Baum anfangs in Österreich und Russland existierte, bevor er sich in verschiedene Teile der Welt verbreitete. Einer der Gründe, aus dem die Kiefer zu einem so wichtigen Element von Gesundheitszusätzen und Heilmitteln geworden ist, ist ihre Verfügbarkeit. Die Anwendung von ätherischem Öl aus der Kiefer ist relativ einfach, und diese Bäume wachsen in enormen Mengen auf der ganzen Welt. Die gesundheitlichen Vorteile, die aus dem Kieferöl folgen, sind mit seinen antibakteriellen Eigenschaften verbunden, sowie den schmerzstillenden, harntreibenden, antiseptischen und aromatischen Eigenschaften. Einer der wichtigsten gesundheitlichen Vorteile von ätherischem Kieferöl ist seine Rolle bei der Behandlung unterschiedlicher Hautprobleme. Dermatologen verschreiben dieses Öl häufig als unterstützende Substanz bei der Behandlung von Schuppenflechte, Juckreiz, Ekzemen, Geschwüren und anderen Hautkrankheiten. Es hilft bei der Aufrechterhaltung einer balancierten, glatten, erneuerten und glänzenden Haut und kann als Antioxidans gegen freie Radikale wirken, die einen negativen Einfluss auf die Hautgesundheit haben. Freie Radikale greifen die gesunden Zellen der Haut an und führen zu ihrer Mutation, was häufig zu vorzeitiger Alterung, Falten und Erschlaffung der Haut führt. Ätherisches Kieferöl kann diese negativen Folgen mit Erfolg bekämpfen. Es gilt auch als stark schmerzstillendes Mittel, weshalb es ein gutes Heilmittel für Personen ist, die an Gelenkschmerzen, Arthrose und Rheuma leiden. Es ist auch ein entzündungshemmendes Mittel.